[75] Für Alexander Straßner bestätigt sich in der häufigen Bezugnahme auf Bad Kleinen in den folgenden Äußerungen aktiver und inhaftierter RAF-Mitglieder die Bedeutung als „tiefgreifende Zäsur für die dritte Generation“ mit „traumatischen Konsequenzen“. Die Durchsuchung und Entwaffnung hätte bereits direkt nach ihrer Festnahme im Tunnel stattfinden sollen, war aber von den MEK-Beamten vergessen worden. Auch wenn Hein betont, seine Romanfiguren frei erfunden zu haben,[83] weisen die Romanschilderungen starke Parallelen zum Fall Wolfgang Grams auf; Harald Martenstein sprach von einer möglicherweise „literarisch verfremdete[n] Dokumentation“. 1993 veröffentlichte der „Spiegel“ eine Titelstory zu einem Polizeieinsatz gegen die RAF. Einige Medien bezeichnen die Gruppe zunächst als "Baader-Meinhof-Bande". Die Wurzeln der RAF reichen in die Studentenbewegung der späten 60er-Jahre, ihre exakte Verbindung ist jedoch unter Historikern umstritten. Wolfgang Werner „Gaks“ Grams (* 6.März 1953 in Wiesbaden; † 27. [82], In seinem 2005 veröffentlichten Roman In seiner frühen Kindheit ein Garten stellt Christoph Hein die Ereignisse und die Ermittlungen aus der Sicht der Familie eines fiktiven getöteten Terroristen, Oliver Zurek, dar. [57] Unklar bleibt, ob und wie Klette und Staub mit Grams, Hogefeld oder Steinmetz Kontakt aufgenommen haben. Auf dem Bahnsteig angekommen zieht Grams seine Waffe und feuert auf seine Verfolger. Das bewiesen Fingerabdrücke. Der eine ist Beamter der Spezialgruppe GSG9. Die BKA-Spitze entscheidet: Zugriff beim Verlassen des Lokals. Vor dem Einsatz gab das Bundeskriminalamt die Einschätzung ab, der Bahnhof Bad Kleinen eigne sich nicht für eine Festnahme. Der Kriminalwissenschaftler Wolfgang Lichtenberg bezeichnete diesen Vorgang als „nicht korrekt“. Nach wenig mehr als zehn Sekunden ist alles vorbei. Der Zugriff ist jedoch nicht mehr zu stoppen. Juni 1993 gehen hier rund 100 Polizeibeamte in Stellung. [41] Hans Leyendecker rückte nach dem Ermittlungsergebnis von seiner Darstellung ab. Was macht er heute? Am 27. Juli in der taz abgedruckten offenen Brief enttarnte Birgit Hogefeld Steinmetz auch namentlich, am 26. Juli 1993 vor die GSG 9 und bezeichnete Grams als „Mörder“,[37] woraufhin dessen Eltern Strafanzeige gegen Kohl „wegen des Verdachtes der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und des Verdachtes der üblen Nachrede“ stellten. Am 27. September beginnt. Wolfgang Grams starb – soweit seit dem rechtsmedizinischen Gutachten der Stadtpolizei Zürich unstrittig – durch einen aufgesetzten Kopfschuss, der aus seiner eigenen Schusswaffe abgegeben worden war. Beim Verlassen der Ferienwohnung sagte Hogefeld zu dem Vermieter, sie wollten „noch Freunde treffen“. [64] Da das Hereinfallen auf einen V-Mann die Autorität der Kommandoebene – die für ihr Leben im Untergrund auf Vertrauen und Diskretion des Umfelds angewiesen war – untergrub, veröffentlichten die nicht inhaftierten RAF-Mitglieder am 6. März 1994 eine ausführliche[65] und am 29. [70] Auch der Politikwissenschaftler Alexander Straßner urteilt, für die RAF sei damals „die Götterdämmerung angebrochen“; die auf Bad Kleinen folgenden Diskussionen seien „in der öffentlichen Selbstzerfleischung“ gemündet,[71] nämlich die im September 1993 erfolgende Spaltung der RAF in einen mit dem Staat gesprächsbereiten Flügel um Peter-Jürgen Boock, Birgit Hogefeld und die aktive Kommandoebene und einen jede Kooperation ablehnenden Flügel um Brigitte Mohnhaupt. Jahrelang hielten sich Vorwürfe und Gerüchte über eine angebliche Hinrichtung des Verdächtigen. Bis 1814 kommt es zu wüster Zerstörung und Vertreibung. Sie wird vom Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen mit Sitz in der Gemeinde Dorf Mecklenburg verwaltet. [18], Die hektischen ersten Stunden, Tage und Wochen nach dem misslungenen Einsatz waren von Fehlinformationen und Versäumnissen der staatlichen Behörden, aber auch von Spekulationen und Fehlschlüssen in der Berichterstattung der Medien begleitet. Juni 1993, einem Sonntag, fand auf dem Bahnhof von Bad Kleinen einer der größten Polizeiaktionen in der Geschichte der Bundesrepublik statt, die „Operation Weinlese“. [49] Der damalige Journalist des Bayerischen Rundfunks Holger Lösch schrieb 1994 – mit einem Vorwort des entlassenen Generalbundesanwalts Alexander von Stahl – ein Buch über den Medienskandal Bad Kleinen,[50] das „alle Zweifel an der offiziellen Version als scheinheilig bezeichnet“,[51] was in konservativen Medien 2013 wieder aufgegriffen wurde. Der Bahnhof von Bad Kleinen im Juni 1993: Hier wurde die RAF-Terroristin Birgit Hogefeld damals festgenommen, der RAF-Terrorist Wolfgang Grams und ein GSG9-Beamter kamen zu Tode. [28] Im Heft berichtete der investigative Autor Hans Leyendecker über das Geschehen und berief sich auf einen angeblichen GSG-9-Beamten als Informanten, der am Tatort anwesend gewesen sei und sich aus „Seelennot“ offenbart habe. Juni 1993 auf dem Bahnhof in Bad Kleinen, Mecklenburg, erschießt der GSG-9-Beamte Michael Newrzella zunächst sich selbst.“[90], Bei einem Umbau des Bahnhofs zwischen 2016 und 2018 wurden alle Bahnhofsgebäude und der Tunnel abgerissen und die Gleisanlagen völlig verändert. Hogefeld wurde in der Unterführung des Bahnhofs Bad Kleinen festgenommen, während Grams zunächst auf den Bahnsteig fliehen konnte. Der GSG-9-Einsatz in Bad Kleinen war ein Polizeieinsatz am 27. Jetzt wollten sie zugreifen. Im Frühsommer 1993 scheint die RAF langsam in die Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. [7] Es gab vor allem im politisch linken Spektrum Spekulationen darüber, Newrzella sei durch einen Querschläger aus der Waffe eines Kollegen umgekommen, die sich nicht bestätigten. Die Aktion war von langer Zeit sehr gut durchgeplant. Aufgrund eines missverständlichen Funkspruches ging jetzt der auf dem Bahnsteig postierte Beobachter irrtümlich davon aus, dass der Zugriff bereits erfolgt sei, und begab sich in der Annahme, die Aktion sei beendet, zehn Sekunden später in den Tunnel, wo er zu seiner Überraschung den unverhafteten Grams sah. Juli mit seinen Eltern und 2500 Teilnehmern in Wiesbaden. [38] Mitte August 1993 stellten Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger und der neue Innenminister Manfred Kanther einen Zwischenbericht vor,[39] der Versäumnisse und Fehler der Behörden zusammenstellte. Den Kampf hat sie noch nicht aufgegeben. Juni 1993 sterben auf dem Bahnhof Bad Kleinen bei Schwerin zwei Menschen: Michael Newrzella und Wolfgang Grams. Die 37 GSG9-Männer unter den 100 Polizisten sollen den Zugriff in der Unterführung zu den Gleisen leisten. Das kann man so nicht behaupten.“[42] Später ergänzte Leyendecker, er habe „heute grundlegende Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit“ und die „Killerthese … für mich ausgeschlossen“. [18], Birgit Hogefeld äußerte sich im Lauf des Prozesses, der gegen sie wegen Beteiligung an terroristischen Anschlägen von Mitte November 1994 bis 1996 am Oberlandesgericht Frankfurt am Main geführt wurde, immer wieder zu den Ereignissen von Bad Kleinen. Am 27. Die feuern zurück. Als das Trio schließlich aufbricht, kommt es zu einer folgenschweren Panne: Ein GSG9-Mann auf dem Bahnsteig 4/5 hört über Funk die Durchsage "Zugriff erfolgt ..." und läuft die Stufen hinab zur Unterführung. [48] Der Germanist Andreas Musolff befand den „politischen Schaden“ angesichts der Verunsicherung der Bevölkerung und der potenziellen Radikalisierung der linken Szene als „immens“. Dem Verfassungsschutz war es gelungen einen Spitzel bis an die Kommandoebene der RAF heranzuführen. Es ist die sogenannte dritte Generation der RAF. Steinmetz nahm an diversen nichtmilitanten Aktionen teil und drang immer tiefer in die Szene ein. [53] Der Journalist Andreas Förster sieht im damaligen Fehlverhalten von Behörden, insbesondere des Verfassungsschutzes, eine Wurzel des späteren Versagens gegen den rechtsextremen Terror des NSU. Am 27. [25] Am 1. [11] Das am 20. Juni, 1:20 Uhr). Trotz des Peilsenders dauerte es 24 Stunden, bis Steinmetz und Hogefeld in der Ferienwohnung geortet wurden, weil sich die Einsatzkräfte mit ihren Peilgeräten in der Wohnsiedlung aus Tarnungsgründen nicht frei bewegen durften. 3-S-Zentrale, Telefon: 0381/2401055. Biografie eines prominenten Ortes Ein GSG-9-Beamter, der die Gaststätte vom Bahnsteig 3/4 aus beobachtete, informierte seine Kollegen, die am gegenüberliegenden Tunneleingang postiert waren. Juli 1993 sendete das Fernseh-Magazin Monitor einen von Philip Siegel erstellten Beitrag, der als Augenzeugin die Verkäuferin des Kiosks auf dem Bahnsteig präsentierte, auf dem der Schusswechsel stattgefunden hatte. Eigentlich war den Einsatzbeamten vorgegeben gewesen, bei der Überwältigung eine Schrecksekunde zu nutzen und deshalb erst bei einem Abstand von ca. [26] Daraufhin trat der damalige Bundesinnenminister Rudolf Seiters am 4. Die RAF bekennt sich zu dem Sprengstoffanschlag. Der eine ist Beamter der Spezialgruppe GSG9. Darin hieß es, Grams sei „regelrecht hingerichtet worden“, was der Monitor-Moderator Klaus Bednarz wie folgt kommentierte: „ein ungeheuerlicher Vorgang, der in der Geschichte der Bundesrepublik – zumindest so weit bekannt – nicht seinesgleichen hat“. Wie viele "Freunde" waren in Bad Kleinen? Demnach hätten dessen Kollegen Grams „wie [bei] eine[r] Exekution“ hingerichtet, obwohl er bereits kampfunfähig gewesen sei. 123 Millionen Mark Schaden entstehen, Menschen werden nicht verletzt. Kurz danach gibt es weitere Anschläge; unter anderem auf das Gebäude des Axel-Springer-Verlages in Hamburg. [80], Andres Veiels Dokumentarfilm Black Box BRD von 2001 über die verschränkten Lebenswege von Wolfgang Grams und dem RAF-Opfer Alfred Herrhausen zeigt in der Eingangsszene, wie Wolfgangs Bruder Rainer Grams dessen letzte Minuten im Bahnhof nachstellt und über den Hergang spekuliert. Bei einem anschließenden Feuergefecht erschoss er den GSG-9-Beamten Michael Newrzella. [17] Als Stand der zeithistorischen Erkenntnis hielt Petra Terhoeven 2017 fest, Grams habe, von mehreren Polizeikugeln getroffen, Selbstmord begangen; Gerüchte einer Hinrichtung hätten sich über Jahre gehalten, seien aber „schließlich widerlegt“ worden. [21] Das Projektil, das für den tödlichen Kopfschuss bei Grams verantwortlich war, wurde nicht gefunden. Bis dahin war Bad Kleinen z… Am 27. Juni 1993 starben bei einem missglückten Einsatz auf dem Bahnhof Bad Kleinen der RAF-Terrorist Wolfgang Grams und ein GSG9-Beamter. Oktober 1999 keine Rechtsverstöße. Die Bad-Kleinen-Affäre war eine polizeiliche Festnahmeaktion der GSG 9 auf Befehl des Bundeskriminalamtes (BKA) gegen zwei enttarnte RAF-Terroristen im Bahnhof des mecklenburgischen Ortes, bei dem es nach einem Schußwechsel zwei Tote (darunter den der RAF zugeordneten gewalttätigen und kriminellen Linksextremisten Wolfgang Grams) gab. ... (RAF), verhaftet. Jetzt wollten sie zugreifen. DB-Information: . Juli 1993 ein, dass ein – namentlich nicht benannter – V-Mann in Bad Kleinen anwesend war. Juli 1993 zurück. Im Sommer 1993 sorgte eine Titelgeschichte des SPIEGEL über den missglückten Antiterroreinsatz auf dem Bahnhof von Bad Kleinen für Furore und Kritik. Juni 1993 keine weiteren Personen in der Ferienwohnung angekommen waren und offenbar die Abreise von Hogefeld und Steinmetz bevorstand, entwickelte die Einsatzleitung den Plan, Hogefeld auf dem Weg zwischen dem Ferienhaus und der nächsten Bushaltestelle zu fassen. [14], Die Einstellung der Ermittlungen gegen die Polizeibeamten und das amtliche Untersuchungsergebnis griffen die Eltern von Wolfgang Grams juristisch auf verschiedene Arten ohne Erfolg an, zunächst durch eine Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Rostock, dann ein vergebliches Klageerzwingungsverfahren beim Oberlandesgericht Rostock mit anschließender Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht, die – unter Vorsitz Jutta Limbachs – nicht zur Entscheidung angenommen wurde. [74] Die Konstruktion einer „Märtyrer-Legende“ hielt die RAF laut Petra Terhoeven im Gespräch. Die Ermittler erhofften sich, weitere RAF-Mitglieder festzunehmen.[1]. Siehe ohne Hinweis auf den Abschlussbericht Butz Peters: Eine ausführliche und zuverlässige Chronologie der Ereignisse findet sich in: Siehe die ausführliche Beschäftigung mit dem Gehalt der Zeugenaussagen bei. [8], Vor der Obduktion am 28. Zwei Beamte traten auf das Gleis und richteten ihre Waffen auf Grams. Bad Kleinen. Juni, 16:00 Uhr bis 28. Auf dem Bahnhof von Bad Kleinen wurden der mutmaßliche RAF-Terrorist Wolfgang Grams und ein Bundesgrenzschutz-Beamter erschossen. Denn nun müssen die Einsatzkräfte in Windeseile einen neuen Plan aufstellen - nach Monaten der Planung. Bad Kleinen erlangte vor 20 Jahren traurige Berühmtheit: Die Polizei verfolgte in der mecklenburgischen Kleinstadt zwei RAF-Terroristen, doch der Einsatz endete mit zwei Toten. Was zu diesem Zeitpunkt kaum einer weiß: Den Ermittlungsbehörden ist es gelungen, einen V-Mann in die RAF einzuschleusen. Vor 20 Jahren wollte die GSG 9 RAF-Mitglieder verhaften und der Bahnhof von Bad Kleinen hatte seine 15 Minuten Ruhm. [8], Nach dem im Januar 1994 vorgelegten Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft Schwerin auf der Grundlage von 142 Zeugenaussagen und mehreren Gutachten[9] hat Grams Suizid begangen, indem er sich den tödlichen Kopfschuss selbst zufügte. [69], Während der RAF-Experte des Verfassungsschutzes, Winfried Ridder, für das Ende der RAF weniger dieses Ereignis verantwortlich macht als „vorrangig die gesellschaftliche Isolierung «revolutionärer Politik» und die grundlegende Umbruchsituation Anfang der 90er Jahre“, ist der Journalist Willi Winkler der Ansicht, „Klaus Steinmetz brachte die RAF an ihr Ende“. Juli den anwesenden V-Mann „Klaus aus Wiesbaden“. [52] Der Politikwissenschaftler Alexander Straßner sprach resümierend differenzierter von einer „teilweise unsachlichen medialen Aufbereitung“. Wenige Monate nach Kriegsende beginnt am 27. Die RAF-Kommandoebene bezeichnete die Ereignisse in einem Schreiben an Agence France Presse als „Terroraktion“ von „Killertruppen“. 1993 war die dritte Generation aktiv. Abteilungsleiter Rainer Hofmeyer wurde innerhalb des BKA versetzt, seine Abteilung später aufgelöst. Nach der blutigen Aktion in Bad Kleinen und dem Tod des mutmaßlichen RAF-Terroristen Wolfgang Grams muß Generalbundesanwalt Alexander von Stahl um sein Amt bangen. [35] Auch die GSG 9 geriet immer stärker in Kritik wegen ihres offensichtlich kopflosen Einsatzverhaltens mit vielen Fehlschüssen und späteren unplausiblen Aussagen zum Hergang. September 1998, Aktenzeichen 1 O 274/96, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=GSG-9-Einsatz_in_Bad_Kleinen&oldid=206865630, „Creative Commons Attribution/Share Alike“. [47] Für Hans Leyendecker war Bad Kleinen „schon ein Ereignis, das die Republik ins Wanken brachte, denn die Frage war ja, ob Staatsbeamte Grams per Kopfschuss liquidiert und dann den Staat belogen hatten“. [16] Das Urteil wurde rechtskräftig; auch eine letzte Überprüfung der verschiedenen Justizverfahren beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ergab am 5. Zwei von ihnen brechen getroffen zusammen. Die Rote Armee Fraktion - Seit 1970 hielt sie die Bundesrepublik in Atem. Er machte bei diversen nicht militanten Aktionen wie Einbrüchen oder Demos in der linken Szene mit. Es meldeten sich verschiedene Zeugen, deren Aussagen das Vertrauen der Öffentlichkeit in die behördliche Version der Ereignisse erschütterten. Bis heute … Juni 1993, bei dem die RAF-Terroristen Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams im mecklenburgischen Bad Kleinen festgenommen werden sollten, nachdem der V-Mann Klaus Steinmetz die Behörden über ein Treffen informiert hatte. Der zuständige Abteilungsleiter und Polizeiführer des Bundeskriminalamtes Rainer Hofmeyer schloss einen Zugriff in der Gaststätte, auf dem Bahnsteig und im Zug aus, da dadurch Unbeteiligte gefährdet gewesen wären. [32] Noch Jahre nach den Vorfällen griffen Texte und Bücher die behördlichen Untersuchungsergebnisse an. "Das war eine Meisterleistung", schwärmt der damalige Leiter der Abteilung für Terrorismusbekämpfung im BKA, Rainer Hofmeyer, noch heute. Die Rote Armee Fraktion (RAF) gründet sich im Frühjahr 1970 um Andreas Baader, Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin. Die drei Zielpersonen gingen die Treppe hinab in den Tunnel und hielten auf einem Treppenpodest an. Am 19. Die Wirren um die Rekonstruktion des Hergangs inspirierten auch Satire und Kabarett. Den Bewohnern der Gemeinde geben wir hier die Möglichkeit, Neuigkeiten oder Informationen zu finden, welche das Leben in Bad Kleinen vereinfachen. Der andere ein mutmaßlicher Terrorist der Rote Armee Fraktion (RAF). Der Einsatz verlief katastrophal. Wochenlang halten die Terroristen das Land in Atem. Grams traf um 14:00 Uhr ein und besuchte mit Hogefeld und Steinmetz die Bahnhofsgaststätte. Der Bahnhof Bad Kleinen in der gleichnamigen Gemeinde ist eine der ältesten und wichtigsten Bahnstationen in Mecklenburg-Vorpommern und zudem ein Eisenbahnknoten, an dem die Strecken von und nach Wismar, Grevesmühlen/Lübeck, Schwerin sowie Bützow/Güstrow/Rostock zusammenlaufen. Juni hieß es im ARD-Morgenmagazin, ein dritter Anwesender im Bahnhof sei V-Person gewesen,[59] der Stern berichtete am 1. Daniela Klette und Ernst-Volker Staub sind bis heute nicht gefasst. [27], Einen Tag später machte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel mit dem Titel „Der Todesschuss. Die Reisenden beschleicht hier nach wie vor ein bedrückendes Gefühl: Bad Kleinen 20 Jahre nach der spektakulären Aktion, bei der der RAF-Terrorist Wolfgang Grams und ein GSG-9-Beamter starben. So trugen die eingesetzten Beamten keine Schutzwesten, weil bis dahin aus Kostengründen keine unauffälligen flachen angeschafft worden waren und in der mobilen Einsatzlage kein Verdacht durch deren Benutzung erregt werden sollte.