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Warum schwanken die Kurse bei Ansprachen von wichtigen Persönlichkeiten so stark?

Warum schwanken die Kurse bei Ansprachen von wichtigen Persönlichkeiten so stark?

Wenn die FED oder die EZB ihre Zinsentscheidungen bekanntgeben und ihre Chefs die Entscheidung anschließend begründen, kommt es regelmäßig zu sehr starken Kursschwankungen an der Börse. Dasselbe kann passieren, wenn auf einem Wirtschaftsgipfel die Statements wichtiger Persönlichkeiten erfolgen, selbst bei rein politisch motivierten Reden und auch bei den Aussagen auf Umweltkonferenzen vollführt das Börsenbarometer Kurssprünge. Warum schwanken die Kurse bei Ansprachen von wichtigen Persönlichkeiten so stark?

Kursschwankungen nach wichtigen Ansprachen bedeutender Persönlichkeiten

Das Prekäre an den Kursschwankungen ist hierbei, dass die Kurse fast immer hin- und herpendeln, und zwar in Sekunden bis Minuten. Nach einer wichtigen, mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung von FED oder EZB können die Kurse von Dow und Dax in Sekunden nach oben schnellen und eine Minute später unter den Ausgangswert einbrechen - und umgekehrt. Das ist deshalb paradox, weil doch die Zinsentscheidung oder die Aussage der betreffenden Persönlichkeit eine eindeutige Wirkung auf die Wirtschaft haben müsste. Entweder ist sie gut - also Kurse hoch, oder sie ist schlecht - Kurse runter. Niedrige Zinsen - gut, Kurse hoch. Zinserhöhung - schlecht, Kurse runter. Das passiert aber so erst in den Folgetagen und -wochen, während unmittelbar nach dem Statement der Person ein irrer Volatilitätssprung feststellbar ist. Warum also schwanken die Kurse bei Ansprachen von wichtigen Persönlichkeiten so stark?

Die Volatilität als Angstbarometer

Die Volatilität heißt nicht umsonst "Angstbarometer", sie soll vor Crashs steigen, während eine Hausse oft sehr bedächtig verläuft. Eine starke Schwankung (Volatilität) der Kurse verweist auf die Erregung (vorwiegend die Angst, manchmal auch die Gier) der Anleger. Wenn die Kurse nach einer Ansprache stark schwanken, hat diese Persönlichkeit etwas geäußert, das großen Einfluss auf das höchst sensible Gleichgewicht der Wirtschaft hat. Die Schwankung bedeutet zunächst, dass Börsianer erschrocken sind, das Statement für wichtig halten, die (meist angekündigten) Aussagen mit großer Spannung erwartet haben und nun unmittelbar reagieren. Sie bedeutet nicht - anders als landläufig angenommen -, dass die betreffende Aussage, die angekündigte Maßnahme eine eindeutige Wirkung haben muss. Es ist nämlich in Wahrheit nicht so einfach, wie es durch Publizisten plakativ dargestellt wird. Es ist nicht so, dass niedrigere Zinsen automatisches Wirtschaftswachstum bedeuten und steigende Leitzinsen dieses abwürgen. Im Großen und Ganzen - ja, im Detail - wissen wir nicht, Wenn und Aber, tausend Unwägbarkeiten. Die handelnden Teilnehmer an der Börse vertreten hierzu durchaus sehr differenzierte Meinungen, die einen setzen auf Kurssteigerungen nach dem Statement, die anderen auf das Gegenteil.

Kursschwankungen als eigener Ausdruck der Handelsaktivität

Ein weiterer Fakt darf nicht unbeachtet bleiben: Unabhängig von der fundamentalen Meinung der Börsianer handeln diese aus handeltechnischen und -taktischen Gründen. Die Ansprache der wichtigen Persönlichkeit löst also einen Handelsimpuls aus. Ein einfaches Beispiel: Die EZB hat eine Leitzinssenkung (wie zuletzt im November 2013) angedeutet, auf der entsprechenden EZB-Sitzung wurde diese dann auch beschlossen und anschließend verkündet. Unterstellen wir einmal, dass die Mehrheit der Börsianer dies als Ausgangspunkt für weiter steigende Kurse betrachtet und eigentlich anschließend in Aktien investierten möchte. Doch schon vor der Nachricht, im Zuge des Gemunkels um demnächst sinkende Leitzinsen, wurde mehr und mehr investiert, sodass die Kurse zum Zeitpunkt der Verkündung schon recht weit oben stehen. Ein Teil der Händler erwartet nun, dass die kleine Hausse schon wieder vorbei sein könnte, und löst die eingegangenen Positionen just zum Zeitpunkt der Verkündung wieder auf. Das ist Handelstaktik. Ein anderer Teil der Händler erwartet genau das und versucht, zu einem etwas günstigeren Kurs in die Aktien neu einzusteigen. Das ist der Hauptgrund dafür, warum die Kurse nach den Ansprachen wichtiger Persönlichkeiten so sehr schwanken.

Wie sollen sich Trader nach der Ansprache wichtiger Persönlichkeiten verhalten?

Es gibt Daytrader, welche genau diese Schwankungen erwarten und sich in beide Richtungen - Call und Put - mit Kaufstopps positionieren, beide Richtungen mit Derivaten mitnehmen und sogar auf das erwartbare, äußerst starke Reversal setzen. Das ist eine riskante, schwierige Methode, die höchste Aufmerksamkeit erfordert. Andere Händler halten nach der Ansprache wichtiger Persönlichkeiten einfach die Füße still, weil sie wissen, dass die Kurse zunächst unberechenbar schwanken werden.

 

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