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Warum steigt die Volatilität wenn der Ölpreis sinkt bzw. steigt?

Warum steigt die Volatilität wenn der Ölpreis sinkt bzw. steigt?

Warum steigt die Volatilität wenn der Ölpreis sinkt bzw. steigt? Wonach richtet sich der PreisDie Volatilität gilt als Barometer für die "Angst" oder "Zuversicht" von Börsianern, sie steigt oft vor Crashs enorm an. Da mit Öl spekuliert wird, gehen Panikverkäufe vor Crashs vielfach mit enorm steigender Volatilität einher. Doch auch bei steigendem Ölpreis kann die Volatilität stark mitsteigen, denn Öl ist ein so essenzielles Wirtschaftsgut, dass steigende Preise Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft haben. Stark steigende Preise werden in der Regel durch Konflikte und Umweltkatastrophen verursacht, also stark mit Angst besetzten Ereignissen. Dass bei solchen Ereignissen das "Angstbarometer" Volatilität mitsteigt, leuchtet sofort ein.

Einflüsse auf den Ölpreis

Drei große Determinanten beeinflussen den Ölpreis: die Nachfrage aufgrund der weltweiten Konjunktur, das Angebot durch die Exploration und auch den Transport (der in Krisengebieten gefährdet sein kann) sowie die Spekulation. Der erste Fakt der Nachfrage wird weltweit sehr stark beachtet, weil er sich einfach über die Ölbörsen ermitteln lässt. Die Exploration ist schon ein viel sensiblerer Bereich, denn die Entdeckung großer Vorkommen ist stets ein seltenes, bemerkenswertes Ereignis, doch anschließend ist schwer abzuschätzen, wann und wie teuer das gefundene Öl gefördert werden kann. Als völlig unwägbar muss die Spekulation gelten, die bei unerwarteten Ereignissen wie Umweltkatastrophen und Kriegen regelmäßig irrationale Züge annimmt. Doch warum steigt die Volatilität wenn der Ölpreis sinkt bzw. steigt? Sie steigt offensichtlich bei sinkendem Ölpreis, weil Spekulanten, die große Futures-Positionen halten, in Panik geraten und rasch viele Kontrakte abstoßen, wobei andere Spekulanten auf einen niedrigeren Einstiegskurs hoffen und ebenso schnell wieder nachkaufen. Das lässt die Volatilität nach oben schnellen. Hierzu muss man wissen, dass der Futures-Handel mit Ölkontrakten teilweise die Volumina des realen Ölhandels bei Weitem übertrifft und an manchen Börsenhandelstagen das zehnfache Ausmaß des physischen Ölhandels (rein finanziell betrachtet) annimmt. Als noch prekärer kann die Spekulation auf steigende Ölpreise betrachtet werden, wenn ein verheerendes Ereignis wie kriegerische Angriffe auf Ölförderstätten oder die militärische Blockade wichtiger Handelsrouten, teilweise auch Piraterie das Öl knapper werden lassen. Als höchst sensible Routen gelten vor Irans Küste die Straße von Hormus, der Suezkanal sowie zwischen Indonesien, Singapur und Malaysia die Straße von Malakka. Über diese Achillesfersen des Ölhandels werden 43 Prozent der Weltölproduktion transportiert. Ein einziges schädliches Ereignis wie etwa im Jahr 2011 die Drohung Irans, die Straße von Hormus zu sperren, lässt die Ölpreise steigen und durch die Spekulation der Fonds explodieren. Da jedoch viele Händler die Drohungen als das abtun, was sie sind - nämlich bloße Drohungen -, sinkt der Preis auch schnell wieder: Die Volatilität hat während des Ereignisses eindeutig zugenommen.

Geringe Preiselastizität als Volatilitätsfaktor beim Öl

Der Ölpreis wird zwar durch Angebot und Nachfrage maßgeblich bestimmt, die sogenannte Preiselastizität der Nachfrage fällt jedoch gering aus - die Nachfrage schwankt durch die reinen Preisveränderungen nicht so stark wie bei anderen Wirtschaftsgütern. Das kann sie auch nicht, denn Öl wird schlicht und ergreifend gebraucht. Ehe etwa Autofahrer ihren Wagen allein wegen zu hoher Spritpreise stehenlassen, müssten diese sich wohl in kürzerer Zeit verdoppeln (sie haben sich in den letzten Jahrzehnten verdoppelt!), noch viel weniger hören Menschen auf zu heizen, nur weil das Öl so teuer ist. Genau diese stabile und nur gering elastische Nachfrage schafft viel Raum für Spekulationen und beantwortet damit zu einem großen Teil die Frage: Warum steigt die Volatilität wenn der Ölpreis sinkt bzw. steigt? Wenn das Öl knapp werden könnte und der Preis steigen muss, können Spekulanten auf noch viel stärker steigende Preise setzen, weil sie nicht davon ausgehen müssen, dass irgendwann aufgrund eines doppelten und dreifachen Ölpreises die Nachfrage einbricht. In den Jahren 2007 bis 2009 beispielsweise schwankte der Ölpreis sehr stark, unter anderem stieg er allein 2008 zwischen Januar bis Juli um 55 Prozent. Die Nachfrage war im gleichen Zeitraum lediglich um ein Prozent gestiegen, was auch an der Einkommenselastizität der Nachfrage liegt. Die Menschen verdienen keinesfalls so schnell so viel mehr, wie ein steigender Ölpreis ausmacht. Dieser kann somit vielfach nur durch Spekulation getrieben werden oder auch wieder verfallen. Damit lässt sich die Frage: Warum steigt die Volatilität wenn der Ölpreis sinkt bzw. steigt? recht einleuchtend beantworten.

 

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